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Die Planung für das Rennen 2017:

Wie schon beinahe traditionell gibt es beim Jennerstier für 2017 Neuigkeiten!

Dieses Jahr werden zwei Wettkämpfe an einem Wochenende durchgeführt.

Das klassische Jennerstier-Rennen findet am Sonntag, den 19. Februar 2017, wieder im Individual-Modus auf der letztjährigen Strecke am Jenner statt. 2017 wird auf der langen Strecke - bei entsprechender Schneelage - wieder der Aufstieg zum Jennergipfel und die anschließende Abfahrt durch den Spinnergraben durchgeführt

Neu: Vertical-Rennen am Samstag, den 18. Februar 2017 - Achtung kurzfristig veränderter Austragungsort !

Das Vertical wird am Jenner in Schönau am Königssee ausgetragen. An dem ursprünglich angedachten Austragungsort Ramsau bei Berchtesgaden reicht die Schneelage nicht für ein faires Rennen aus. Deshalb haben sich die Organsatoren entschieden das Rennen in den Pistenbereich der Jenner-Bergbahn zu verlegen.

In beiden Rennen wird jeweils der/die deutsche Meister/in im Skibergsteigen ermittelt.

Samstag: Deutsche Meisterschaft Vertical und Vertical-Race im Rahmen des Alpencups am Jenner in Schönau am Königssee

Sonntag Deutsche Meisterschaft Individual und Vertical-Race im Rahmen des Alpencups am Jenner in Schönau am Königssee

Start: jeweils 11:00 Uhr


Die beiden Rennen zählen zum SKIMO-AlpenCup, der 2017 erstmals ausgetragen wird.

Dabei werden an 3 Wochenenden in 6 Rennen in 3 Ländern die besten und schnellsten Skibergsteiger/innen ermittelt!

 

   

 


 

Teilnahmebedingungen und Wettkampfreglement:

Zur Teilnahme  im Individual-Rennen ist die vollständige Sicherheitsausrüstung nach DAV-Reglement erforderlich, da das Rennen durch freies Tourengelände verläuft. Als Wettkampfreglement gilt das  DAV-Reglement.
 
Antidoping: Ein Start ist nur möglich, wenn die komplette DAV-Antidoping-Erklärung bei der Registrierung unterschrieben vorgelegt wird!
Download der Antidoping-Erklärung hier ...
 

Preisgelder:

Die jeweils 3 Tagesschnellsten Damen und Herren erhalten vom Deutschen Alpenverein ein Preisgeld, die nächstplatzierten 7 Herren und 2 Damen erhalten zusätzliche Sachpreise (Gutschein RIAP Sport).

Preisgeld - Vertical:           Preisgeld - Individual:

1. Platz   500 €                        1. Platz   800 €
2. Platz   300€                         2. Platz   600 €
3. Platz   150 €                        3. Platz   350 €

Zusätzlich erhalten alle Teilnehmer ein Giveaway (solange Vorrat reicht).

Die jeweils 3 Erstplatzierten der Klassenwertung erhalten Sachspenden des Hofbrauhaus Berchtesgaden, in der Cadetklasse werden Gutscheine und Sachpreise der Outdoorfirmen ausgelobt.

Für Teilnehmer am SKIMO AlpenCup 2017, bei dem Preise in einem Wert von ca. 20.000 € ausgelobt sind, gehen die Ergebnisse in die Gesamtwertung ein.
 


Die Klassen:

Altersklassen - Tagessieger:

  • Cadets: 15-17 (2000-2002)

  • Junior: 18-20 (1997-1999) 

  • Senior: 21-44 (1976-1996)

  • Masters: ab 45 (1972 und älter)

Jugendklasse / Cadets:

Die Jugendklassen und Juniorinnen weiblich starten verpflichtend auf der kurzen Strecke. In der Klasse Cadets können in Ausnahmefällen auch jüngere Starter mit Einverständnis der Eltern starten (schriftliche Erklärung oder Anwesenheit der Eltern bei der Registrierung).

Damen:

Damen starten im Vertical auf der langen Strecke und im Individual auf der kurzen Strecke ohne Abfahrt durch den Spinnergraben.


DM-Wertung:

Bei der DM-Wertung gibt es bei beiden Rennen nur zwei Klassen je Geschlecht:
  •  Allgemeine Klasse: ab 21 Jahre - Deutsche(r) Meister Vertical bzw. Individual
  •  Jugend: 15-20 Jahre - Deutsche(r) Jugendmeister Vertical bzw. Individual

Der Deutsche Meistertitel wird nur vergeben, wenn in der entsprechenden Wertungsklasse mindestens drei Starter angetreten sind.
 

Angaben Stand 20.12.2016 – Änderungen vorbehalten.
 

Was macht den „Jennerstier“ so besonders?

Der klassische „Jennerstier“ ist nur was für echte Stiere auf den leichten Skiern. Das Rennen am Rande des einzigen deutschen Alpennationalparks, dem „Nationalpark Berchtesgaden“, ist hart, steil und anspruchsvoll. Der Jenner ragt zwar nur 1.874 Meter gen Himmel, aber durch seine steilen Hänge mit Wechsel zwischen Waldpassagen, steilen Rinnen und freien Feldern kann er es vom Anspruch mit den ihn umgebenden hohen Bergen aufnehmen. Historisch gesehen war der Jenner vor dem Bau der Seilbahn eines der ersten Skitourenziele der Berchtesgadener. Landschaftlich ist die Strecke äußerst reizvoll. Am Fuß des Jenners breitet sich der weltbekannte Königssee aus. Von gegenüber grüßt der sagenumwobene Watzmann und nebenan winkt der Hohe Göll. Skibergsteiger, die zum „Jennerstier“ kommen, dürfen sich auf abwechslungsreiches Gelände Großteils im freien Skigelände bergauf und mit spannenden, steilen Abfahrtsrouten freuen. 

Nach dem die ersten Rennen 2006 mit nur einem einzigen Aufstieg über 1.300 Hm von der Talstation direkt hinauf auf den Gipfel des Jenners und in einer steilen Abfahrt, die teils über gesperrte Pisten, teils im freien Gelände zurück ins Tal führten, nähert sich die Strecke des Jennerstiers in den letzten Jahren mehr und mehr den Vorgaben des internationalen Verbands für Skibergsteigen (ISMF) an. So wurde der Start in den Bereich der Mittelstation verlegt, um damit das Rennen weitgehend im freien Skigelände außerhalb der Pisten durchführen zu können. Dabei wurde in den ersten Jahren das Format eines Rundenrennens mit zwei bis drei identischen Runden genutzt. 2016 wurde die Strecke abermals angepasst und erstmalig um eine spektakuläre, äußerst zuschauerfreundliche Runde im sog. Mitterkaserkessel ergänzt. Dadurch weist die Strecke beim Jennerstier nunmehr 4 Anstiege und 3 Abfahrten auf. Eine Besonderheit bleibt nach wie vor das Ziel nach einem Aufstieg an der Bergstation der Jenner-Bergbahn. Dadurch sind spannende Zieleinläufe gewährleistet und der Zuschauer kann die Sportler vor dem Ziel länger genießen und anfeuern.

Neu - ab 2017 - Vertikal-Rennen im Bergsteigerdorf Ramsau

Durch die Aufnahme des Jennerstiers in den SKIMO-Alpencup werden 2017 erstmalig zwei Rennen durchgeführt, neben dem klassischen Jennerstier ein Aufstiegs-(Vertical-)Rennen. Die Organisatoren beziehen dabei mit dem 1. Bergsteigerdorf Deutschland, Ramsau bei Berchtesgaden, einen weiteren Teil des skitourenverrückten Berchtesgadener Talkessels ein.

Bei ausreichender Schneelage ist geplant, das Rennen im Ort Ramsau zu starten und über das frei Skigelände der alten Skiabfahrt nach Schwarzeck mit Ziel am Hirschkaser aufzusteigen. Dadurch ist eine zuschauerfreundliche Strecke im Siedlungsraum der Gemeinde Ramsau, dem 1. und bisher einzigen Bergsteigerdorf Deutschlands, gewährleistet. Ein Wehrmutstropfen dieser Strecke ist allerdings seine geringe Höhenlage und die südseitige Ausrichtung. Bei nicht ausreichender Schneelage wird das Veritcal-Rennen auch am Jenner ausgetragen. Da der Aufstieg von Ramsau nach Schwarzeck an einigen Passagen Engstellen aufweist und nicht wie heute bei Vertical-Rennen üblich über eine Skipiste führt, halten sich die Organisatoren offen, dass Rennen im Einzelstart durchzuführen. Grundsätzlich ist aber ein Massenstart geplant. Ausgerichtet wird das Rennen vom Skiklub Ramsau in Kooperation mit dem Deutschen Alpenverein.

 

Faszination Skibergsteigen

Skibergsteiger gibt es viele und es werden immer mehr, in den letzten Jahren entwickelte sich hier in richtig gehender Trend. Abseits von befahrenen Pisten, von Trubel und Remmidemmi suchen sie die Ruhe der Bergwelt. Sie wollen aus eigener Kraft hinauf – und am liebsten durch unverspurten Pulverschnee wieder hinab. So wie früher, als es noch keine Liftanlagen gab und Skifahren etwas für sportliche Zeitgenossen war. Aber es gibt auch immer mehr Skibergsteiger, die die vermeintlich sichere Infrastruktur der Skigebiete für den Aufstieg und Abfahrt über die präparierten Pisten nutzen.

Was die wenigsten wissen: das Skibergsteigen kann auch auf eine lange Tradition als Wettkampfsport zurückblicken. Bereits 1893 wurden in Deutschland die ersten Bewerbe ausgetragen. In der Folgezeit waren die Rennen vor allem als militärische Patrouillenläufe populär. Von 1924 bis 1948 war diese Disziplin sogar im Programm der Olympischen Winterspiele verankert.

Auf nationaler Ebene ist der Deutsche Alpenverein (DAV) der vom Deutschen Olympischen Sportbund anerkannte Fachverband für das Wettkampf-Skibergsteigen. Der DAV unterhält eine Nationalmannschaft im Skibergsteigen und veranstaltet mit dem DAV-Skitourencup die höchste nationale Wettkampfserie in dieser Sportart. Als zuständiger Fachverband richtet der DAV außerdem die Deutschen Meisterschaften im Skibergsteigen aus. In den letzten 10 Jahren wurden die Deutschen Meisterschaften – in unterschiedlichen Wettkampfformen – immer am Jenner ausgetragen.

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